In der Schweiz ist ein Online Casino nur legal, wenn eine Schweizer Spielbank mit erweiterter Konzession es betreibt. Die Aufsicht hat die Eidgenössische Spielbankenkommission ESBK. Ihre Liste nennt im Oktober 2026 zehn Plattformen, von jackpots.ch (online seit Juli 2019) bis casineo.ch (seit März 2026). Für Sie heisst «Online Casino Schweiz legal»: Konto ab 18 mit Wohnsitz in der Schweiz, Gewinne bis CHF 1’071’000 steuerfrei.
Auf einen Blick
- Legal: nur Online Casinos Schweizer Spielbanken mit Konzessionserweiterung des Bundesrats
- ESBK-Liste: 10 Plattformen, zuletzt ergänzt am 17. März 2026 um casineo.ch
- Sperrliste: 3’567 Einträge, aktuelle Liste vom 25. August 2026
- Spieler: nicht strafbar, auch nicht bei Anbietern ohne Bewilligung
- Steuern: online bis CHF 1’071’000 pro Gewinn steuerfrei (2026)
- Stand: Oktober 2026
Alle Casinos dieser Liste haben eine Konzession der ESBK, der Eidgenössischen Spielbankenkommission (offizielle Liste).
Online Casino Schweiz legal: zehn Plattformen auf der ESBK-Liste

Die ESBK führt auf ihrer Seite «Online-Spielbanken» jede Spielbank mit Online-Plattform, deren Web-Adresse und den Start des Online-Geschäfts. Die Fusszeile jedes Casinos nennt zusätzlich die Betreiberin und die Nummer der Konzession. Beides haben wir im Oktober 2026 auf den Websites selbst abgeglichen.
| Online Casino | Spielbank laut ESBK | Betreiberin laut Fusszeile | Konzession laut Website | online seit |
|---|---|---|---|---|
| jackpots.ch | Casino Baden | Grand Casino Baden | 516-003-01 | 05.07.2019 |
| mycasino.ch | Casino Luzern | Grand Casino Luzern AG | 2023-A-12-E | 22.08.2019 |
| online.swisscasinos.ch | Casino Pfäffikon | Casino Zürichsee AG | 2023-B-17-E | 02.09.2019 |
| casino777.ch | Casino Davos | Casino Davos AG | 2023-B-07-E | 09.09.2019 |
| starvegas.ch | Casino Interlaken | Casino Interlaken AG | 516-010-01 | 24.02.2020 |
| 7melons.ch | Casino Bern | Grand Casino Kursaal Bern AG | 2023-A-04-E | 15.09.2020 |
| pasino.ch | Casino Meyrin | Casino du Lac Meyrin SA | 2023-B-14-E | 16.11.2020 |
| swiss4win.ch | Casino Lugano | Casinò Lugano SA | 2023-A-11-E | 01.03.2021 |
| admiral.ch | Casino Mendrisio | Casino Admiral SA | 2023-B-13-E | 16.07.2025 |
| casineo.ch | Casino Locarno | Teil des Casinò Locarno | 2023-B-10-E | 17.03.2026 |
Die Konzessionsnummern haben zwei Formate. Jackpots.ch und StarVegas zeigen eine Nummer im Format 516-0xx-01, die übrigen acht eine Nummer mit dem Jahrgang 2023. mycasino, Swiss Casinos und Casino777 nennen dazu den 29. November 2023. An diesem Tag hat der Bundesrat laut ESBK die Konzessionen für die Jahre 2025 bis 2044 erteilt.
Golden Grand und Gamrfirst geschlossen, Admiral und Casineo neu

Die Liste der ESBK verändert sich. Am 16. Juli 2025 startete admiral.ch des Casino Mendrisio, am 17. März 2026 casineo.ch des Casinò Locarno. Golden Grand und Gamrfirst stehen dagegen nicht auf der Liste.
Laut Swiss4Win hat Golden Grand seine Tätigkeit in der Schweiz am 30. Juli 2025 eingestellt. Gamrfirst folgte am 30. Oktober, ein Jahr nennt Swiss4Win dafür nicht. Beide Casinos haben Swiss4Win als offiziellen Übergangspartner gewählt, und die Adresse goldengrand.ch leitet heute auf swiss4win.ch weiter.
Ein bestehendes Konto zieht nicht mit. Ehemalige Spieler von Golden Grand und Gamrfirst müssen bei Swiss4Win ein neues Konto eröffnen. Prüfen Sie deshalb vor jeder Anmeldung die aktuelle Fassung der ESBK-Liste; sie trägt ein Veröffentlichungsdatum.
Was das Geldspielgesetz seit 2019 regelt

Das Bundesgesetz über Geldspiele, kurz Geldspielgesetz (BGS), gilt seit dem 1. Januar 2019. Das Stimmvolk hat es laut ESBK mit fast 73 % angenommen. Es ersetzt die früheren Gesetze über Spielbanken und Lotterien.
Das Gesetz teilt Geldspiele in drei Kategorien mit je eigener Aufsicht:
- Kleinspiele: kleine Pokerturniere, lokale Sportwetten, Kleinlotterien. Zuständig sind die Kantone.
- Grossspiele: Lotterien, Sportwetten, Geschicklichkeitsspiele. Zuständig ist die interkantonale Geldspielaufsicht Gespa.
- Spielbankenspiele: Roulette, Blackjack, Poker, Punto Banco und Geldspielautomaten. Zuständig ist die ESBK.
Spielbankenspiele dürfen nur konzessionierte Spielbanken anbieten. Die Konzession vergibt der Bundesrat, und zwar nur an Aktiengesellschaften nach schweizerischem Recht. Privatpersonen erhalten keine.
Eine Konzession gilt 20 Jahre, die aktuellen vom 1. Januar 2025 bis 2044. In der Schweiz gibt es 21 konzessionierte Spielbanken, 10 mit Konzession A und 11 mit Konzession B. Zehn von ihnen betreiben heute ein Online Casino.
Als Unterschiede zwischen A und B nennt die ESBK zwei Punkte. Für automatisierte Geldspiele in landbasierten Spielbanken gilt ein Höchsteinsatz von CHF 25 pro Spiel. Standortkantone von B-Casinos dürfen zudem eine kantonale Abgabe auf dem Bruttospielertrag erheben, ausser auf online durchgeführten Spielen; sie beträgt höchstens 40 % der Bundesabgabe.
Für das Online-Angebot braucht eine Spielbank zwei Entscheide. Erstens eine Konzessionserweiterung, die der Bundesrat auf Vorschlag der ESBK erteilt. Zweitens eine Bewilligung der ESBK für jedes einzelne Spiel, bevor es online geht.
Ein Teil der Erträge fliesst als Spielbankenabgabe an den Bund. Laut ESBK kommt sie direkt der AHV/IV zugute.
Seriöse Casinos online erkennen: vier Prüfschritte

Die ESBK gibt eine einfache Regel vor: Steht eine Website nicht auf der Liste der Online-Spielbanken, ist das Angebot in der Schweiz nicht bewilligt. Ein ähnlicher Name genügt nicht, massgebend ist die exakte Adresse.
- Adresse im Browser mit der ESBK-Liste «Online-Spielbanken» vergleichen.
- Fusszeile lesen: Betreiberin ist eine Schweizer Spielbank, daneben steht die Konzessionsnummer.
- Bei der Registrierung prüfen, ob das Casino Wohnsitz, Alter und Ausweis abfragt.
- Erscheint statt des Casinos eine Warnseite der ESBK, steht die Domain auf der Sperrliste.
Die Fusszeilen der zehn Plattformen sind unterschiedlich ausführlich. Swiss4Win nennt Firma, Adresse in Lugano, UID-Nummer und Konzession. mycasino, 7melons und Jackpots.ch geben ebenfalls die UID ihrer Firma an. Swiss Casinos zeigt die Konzession auf der Seite «Über uns».
Zur Seriosität gehört auch das Verfahren beim Konto. Ein Schweizer Online Casino darf ein Spielerkonto zuerst provisorisch eröffnen. Spätestens einen Monat danach prüft es Ihre Identität, mit Ausweiskopie, elektronischer Identität oder einem gleichwertigen Mittel.
Ein Online Casino seriös zu nennen, setzt in der Schweiz die Konzession voraus. Siegel, Testberichte oder eine Endung .ch ersetzen sie nicht, denn massgebend ist allein die Liste der ESBK.
Wer in einem Schweizer Online Casino spielen darf

Für ein Online-Geldspiel brauchen Sie ein Spielerkonto beim Casino. Die Spielbank eröffnet es laut ESBK nur unter vier Bedingungen:
- Sie sind volljährig, also mindestens 18 Jahre alt.
- Sie haben Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz.
- Gegen Sie besteht keine Spielsperre.
- Sie unterliegen keinem Spielverbot.
Ein Spielverbot trifft Mitglieder der ESBK und Angestellte ihres Sekretariats, Angestellte von Spielbanken im Spielbetrieb und Verwaltungsräte von Spielbanken. Ebenso betroffen sind Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen von Herstellern und Händlern von Spieleinrichtungen. Dazu kommen Minderjährige und gesperrte Personen.
Die Casinos setzen das in ihren eigenen Texten um. StarVegas und Admiral schreiben in der Fusszeile, die Plattform stehe nach den gesetzlichen Auflagen nur Einwohnern der Schweiz zur Verfügung. Swiss4Win erlaubt das Spiel nur Volljährigen mit Wohnsitz in der Schweiz.
Im Casino vor Ort gilt dasselbe Mindestalter. Am Eingang zeigen Sie eine gültige ID, einen Pass oder einen Fahrausweis. Ein abgelaufener Ausweis genügt laut ESBK nicht, auch wenn er erst seit kurzem abgelaufen ist.
Spielerschutz: Sozialkonzept, Limits und Spielausstieg

Jede Spielbank muss ein Sozialkonzept erstellen. Es regelt Information, Früherkennung, Selbstkontrolle und Spielbeschränkungen. Das zuständige Personal wird dafür ausgebildet und regelmässig weitergebildet.
Zur Information gehört ein Selbsttest, mit dem Sie Ihr Spielverhalten prüfen. Dazu kommen Hinweise auf Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Swiss4Win führt Selbsttest, Schutzmassnahmen und Sozialschutz-Kontakte direkt in der Fusszeile.
Bei der Früherkennung legt die Spielbank Kriterien für gefährdetes Spielverhalten fest. Sie darf Angaben zur beruflichen und finanziellen Lage verlangen, auch Nachweise über Einkommen und Vermögen. Reichen Sie diese nicht vollständig oder nicht fristgerecht ein, muss die Spielbank eine Sperre aussprechen.
Für die Selbstkontrolle stellen die Casinos Limits für Spieldauer, Spielhäufigkeit und Verluste bereit. Casino777 nennt Einzahlungslimits, Sitzungserinnerungen, Spielpausen und Selbstausschluss. Statistiken zum eigenen Spiel und eine Übersicht der Einsätze gehören laut ESBK ebenfalls dazu.
Wer nur eine Pause braucht, wählt den vorübergehenden Spielausstieg. Er gilt nur bei der Spielbank, bei der Sie ihn beantragen, und dauert höchstens 6 Monate. Die Kategorien von Online-Spielen für den Ausstieg wählen Sie selbst.
Jedes Casino hat eine verantwortliche Person für den Spielerschutz. Unabhängige Hilfe bieten unter anderem SafeZone.ch, SOS-Spielsucht und die Dargebotene Hand (143.ch).
Auch die Werbung der Casinos ist geregelt. Sie darf weder irreführend noch aufdringlich sein, etwa als persönliche Nachricht per Mail oder auf Social Media, die sich nicht ablehnen lässt. Minderjährige und gesperrte Personen darf sie nie ansprechen, so verlangen es Artikel 74 des Geldspielgesetzes und Artikel 77 der Verordnung über Geldspiele.
Spielsperre: gilt in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein

Eine Spielsperre schliesst Sie von allen Spielbankenspielen aus, im Casino vor Ort und online. Sie gilt zudem für online durchgeführte Grossspiele wie Lotto oder Sportwetten. Seit dem 7. Januar 2025 wirkt sie auch im Fürstentum Liechtenstein.
Die Spielbank verhängt eine Sperre, wenn sie weiss oder annehmen muss, dass eine Person überschuldet ist oder ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt. Gleiches gilt bei Einsätzen, die in keinem Verhältnis zu Einkommen und Vermögen stehen. Meldet eine Fachstelle oder Sozialbehörde eine Spielsucht, folgt ebenfalls eine Sperre.
Sich selbst sperren lassen können Sie jederzeit. Den Antrag stellen Sie persönlich in einer Spielbank oder schriftlich mit einer Ausweiskopie, bei einem Casino Ihrer Wahl. Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen dürfen sich ebenfalls an eine Spielbank wenden.
Alle Sperren landen im Sperrregister Veto, das die Spielbanken gemeinsam führen. Die ESBK hat darauf keinen Zugriff. Wer nicht mehr weiss, welches Casino ihn gesperrt hat, fragt bei einem beliebigen offiziellen Schweizer Casino nach. Eine Teilsperre nur für Online-Spiele sieht das Gesetz nicht vor.
Die Sperre gilt grundsätzlich unbefristet. Aufheben kann sie nur die Spielbank, die sie verhängt hat, und nur auf Ihr Gesuch. Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens drei Monate nach dem Eintrag aufheben. Ins Verfahren wird eine kantonal anerkannte Fachperson einbezogen. Den Ablauf beschreibt die Seite Spielsperre aufheben.
Sind Sie mit dem Entscheid einer Spielbank nicht einverstanden, steht Ihnen der Weg an ein Zivilgericht offen. Die ESBK vermittelt in solchen Fällen nicht.
Die Zahlen der ESBK zeigen, wie verbreitet Sperren sind. 2025 kamen 16’429 neue Sperren ins Register, rund 10 % weniger als 2024 mit 18’216. Rund 80 % sprachen Online Casinos aus. 8’021 Sperren, also rund 45 %, beantragten die Spieler selbst.
5’221 Sperren, rund 30 %, folgten auf fehlende finanzielle Nachweise; 2024 waren es noch 9’200 oder rund 50 %. Der Anteil der 18- bis 30-Jährigen unter den Gesperrten stieg auf 49 %, nach 45 % im Vorjahr.
Sperrliste der ESBK: 3’567 gesperrte Online-Angebote

Bietet ein Anbieter mit Sitz im Ausland Spielbankenspiele in der Schweiz ohne Bewilligung an, lässt die ESBK den Zugang sperren. Die dritte Sperrliste 2026 vom 25. August 2026 umfasst insgesamt 3’567 Einträge. Die älteste Liste im Archiv der ESBK stammt vom 3. September 2019.
Auf die Liste kommt eine Website, wenn vier Bedingungen erfüllt sind:
- Sie bietet Online-Spielbankenspiele an.
- Sie ist über eine Schweizer IP-Adresse erreichbar.
- Ein Login mit Benutzername und Passwort ist möglich.
- Einsätze und Gewinne sind auf der Seite möglich.
Jeder Sperrentscheid erscheint zuerst im Bundesblatt, dagegen ist Einsprache möglich. Die ESBK aktualisiert die Liste viermal pro Jahr. Danach haben die Schweizer Internetanbieter fünf Tage Zeit für die Umsetzung. Zwischen Meldung und Sperre können so bis zu 4,5 Monate vergehen.
Technisch handelt es sich um eine DNS-Sperre. Statt des Casinos erscheint eine Warnseite der ESBK mit der Liste der bewilligten Online-Spielbanken. Bundesgericht und Bundesverwaltungsgericht haben diese Methode als rechtmässig und verhältnismässig beurteilt.
Die Sperre lässt sich umgehen, das räumt die ESBK selbst ein. Anbieter weichen auf neue Domains und Subdomains aus, sogenannte Mirror-Sites. Andere DNS-Server, VPN oder erweiterte Datenschutz-Einstellungen von iPhones umgehen die Sperre ebenfalls, teils unbemerkt.
Das Ziel der Sperre nennt die Botschaft zum Geldspielgesetz. Spieler sollen zu Angeboten mit Schutz vor exzessivem Spiel finden. Die Erträge sollen der AHV und gemeinnützigen Zwecken zugutekommen statt privaten Anbietern im Ausland.
Unklar, ob ein Angebot bewilligt ist? Die ESBK nimmt Hinweise über ein Kontaktformular entgegen. Für Lotterien und Sportwetten führt die Gespa eine eigene Sperrliste.
Ohne Schweizer Konzession spielen: was Sie riskieren

Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, macht sich nicht strafbar. Das hält die ESBK mit Verweis auf Artikel 130 des Geldspielgesetzes fest. Strafbar ist der Anbieter: Ihm drohen bis zu 5 Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen.
Ein Risiko bleibt trotzdem bei Ihnen. Einsätze und Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Geht dort Geld verloren, kann die ESBK nicht helfen; Ihnen bleibt der Weg über den Anbieter oder über ein Zivilgericht.
Die ESBK zieht einen weiteren Schluss: Können Sie trotz Spielsperre ein Konto eröffnen, sind Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer nicht zugelassenen Plattform. Was solche Anbieter ausmacht, zeigen wir bei den ausländischen Online Casinos.
| Punkt | Online Casino mit Schweizer Konzession | Angebot ohne Schweizer Bewilligung |
|---|---|---|
| Aufsicht | ESBK | keine Schweizer Behörde |
| Spielsperre | gilt, Abgleich mit dem Sperrregister | Anbieter muss sie nicht beachten |
| Sozialkonzept und Limits | gesetzlich vorgeschrieben | Schweizer Massnahmen greifen nicht |
| Spieldurchführung | jedes Spiel von der ESBK bewilligt | sichere Durchführung nicht gewährleistet |
| Auszahlung eines Gewinns | bei einer Spielbank unter Aufsicht | nicht gesichert |
| Gewinne und Steuern | online bis CHF 1’071’000 pro Gewinn steuerfrei | immer steuerpflichtig |
| Zugang aus der Schweiz | frei | Domain kann auf der Sperrliste stehen |
Aufsicht und Beschwerden: was die ESBK übernimmt

Die ESBK ist Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörde zugleich. Sie prüft Gesuche um Konzessionen und Konzessionserweiterungen, beaufsichtigt die Spielbanken und veranlagt die Spielbankenabgabe. Dazu bekämpft sie das illegale Geldspiel, so steht es in Artikel 97 des Geldspielgesetzes.
Verdächtigt sie eine Spielbank, ihre Pflichten zu verletzen, eröffnet sie ein Verwaltungsverfahren. Sie kann Auskünfte und Unterlagen verlangen, vor Ort kontrollieren und Massnahmen anordnen. Wenn nötig greift sie in die Geschäftsführung der Spielbank ein.
Die Höhe einer Sanktion richtet sich nach der Schwere des Verstosses und dem Bruttospielertrag der Spielbank. Die bisher höchste Sanktion gegen eine Spielbank betrug CHF 1’799’000.
Für Streit um Geld ist die ESBK nicht zuständig, sie ist keine Schlichtungsbehörde. Wer Geld zurückfordert, wendet sich an ein Zivilgericht. Hinweise auf Verstösse prüft die ESBK trotzdem, sie wird dabei aber nicht in Ihrem Auftrag tätig.
Für eine Meldung braucht die ESBK diese Angaben:
- genauer Sachverhalt mit Datum und Uhrzeit
- Screenshots, falls vorhanden
- das betroffene Spiel
- Mailverkehr mit der Spielbank
- Benutzername des Spielkontos und Geburtsdatum
Steuern auf Gewinne: online bis CHF 1’071’000 steuerfrei
Gewinne aus Schweizer Casinos vor Ort sind laut ESTV steuerfrei. Für Online-Gewinne in Casinos mit Schweizer Konzession gilt ein Freibetrag pro Gewinn. Er liegt 2026 bei CHF 1’071’000 und wird jährlich nach dem Landesindex der Konsumentenpreise angepasst.
| Gewinne im Zeitraum | Steuerfreibetrag pro Gewinn laut ESTV, in CHF |
|---|---|
| 01.01.2019 bis 31.12.2022 | 1’000’000 |
| 01.01.2023 bis 31.12.2023 | 1’038’300 |
| 01.01.2024 bis 31.12.2024 | 1’056’600 |
| 01.01.2025 bis 31.12.2025 | 1’070’400 |
| ab 01.01.2026 | 1’071’000 |
Liegt ein Online-Gewinn über dem Freibetrag, unterliegt er der Verrechnungssteuer von 35 %. Die Spielbank deklariert sie auf dem amtlichen Formular 121 und liefert sie der ESTV ab. Fragen zur Einkommenssteuer beantwortet die Steuerverwaltung Ihres Kantons.
Anders bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung: Geldspielgewinne im Ausland müssen laut ESTV immer versteuert werden. Einen Abzug durch den Anbieter gibt es dort nicht, denn Gewinne aus ausländischen Geldspielen unterliegen nicht der Verrechnungssteuer.
Der Bundesrat will die Besteuerung grosser Gewinne ändern. Laut der Vernehmlassungsvorlage vom 5. Dezember 2025 sollen Gewinne ab rund einer Million Franken am Wohnsitz zum Zeitpunkt des Gewinns besteuert werden, getrennt vom übrigen Einkommen. Die Einzelheiten stehen auf der Seite Casino-Gewinne versteuern.
Welche Spiele Schweizer Online Casinos anbieten dürfen

Spielbankenspiele dürfen die konzessionierten Spielbanken vor Ort und online anbieten. Dazu zählen Roulette, Black Jack, Punto Banco, Glücksrad (Big Wheel), Baccara und Spielautomaten nach dem Zufallsprinzip. Auch grosse Pokerturniere mit hohen Einsätzen gehören dazu.
Spielbankenspiele stehen laut ESBK höchstens 1’000 Teilnehmenden offen, und ihr Ausgang hängt überwiegend vom Zufall ab. Jedes Spiel braucht eine Bewilligung der ESBK. Automatisierte Spiele prüft vorher ein akkreditiertes Institut auf die technischen Anforderungen nach Schweizer Recht.
Die ESBK veröffentlicht Listen der als Spielbankenspiele qualifizierten Online-Geldspiele, getrennt nach automatisiert und live durchgeführten Spielen. Zuletzt aktualisiert wurden sie am 2. Oktober 2026.
Wie gross das Angebot ist, nennen die Casinos selbst. mycasino spricht von über 3’000 Spielen von mehr als 50 Herstellern, Jackpots.ch von über 2’500 und Swiss4Win von über 2’000 zertifizierten Spielen. mycasino überträgt zudem Roulette live aus dem Grand Casino Luzern.
Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele sind keine Spielbankenspiele. Sie laufen als Grossspiele über Swisslos und die Loterie Romande, unter Aufsicht der Gespa. Kleine Pokerturniere ausserhalb der Casinos brauchen eine Bewilligung des Kantons.
Ein- und Auszahlung bei legalen Anbietern

Legale Casinos arbeiten mit Zahlungswegen aus dem Schweizer Alltag. Swiss Casinos schreibt ausdrücklich, dass Ein- und Auszahlungen in Schweizer Franken laufen. Die Tabelle zeigt, was die Anbieter auf ihren Seiten nennen; ein Strich heisst, dass die Seite dazu nichts sagt.
| Casino | Einzahlung laut Website | Auszahlung laut Website |
|---|---|---|
| mycasino | TWINT, PostFinance, Visa/Mastercard, Apple Pay, Paysafecard, Neteller, Skrill, Gutschrift in Sekunden | Yapeal sofort, rund um die Uhr; PostFinance werktags bis 18 Uhr und andere Banken bis 16 Uhr mit Gutschrift am selben Tag |
| Swiss Casinos | Visa, Mastercard, Diners Club, Discover, TWINT, Apple Pay, PostFinance mit E-Finance, Paysafecard, Banküberweisung | Montag bis Freitag zweimal täglich, mit Instant Payment innert Minuten |
| Casino777 | Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, PostFinance Card, Yapeal, Paysafecard, Banküberweisung, Gutschrift sofort | ohne versteckte Gebühren |
| StarVegas | Visa, Mastercard, TWINT, PostFinance, Apple Pay, Skrill, Neteller, Aircash Abon, Paysafecard | – |
| Admiral | TWINT, Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Apple Pay, Paysafecard | Instant Payouts über ein automatisiertes System |
| Swiss4Win | TWINT, Kreditkarte, Banküberweisung, Paysafecard | Gewinne sofort und kostenlos |
Mehr zu einzelnen Wegen steht bei TWINT im Online Casino und bei den Casinos mit schneller Auszahlung. Jackpots.ch nennt TWINT und PostFinance ausdrücklich als Schweizer Zahlungswege.
Mobil spielen: eigene Apps oder Browser

Jackpots.ch, StarVegas, Swiss4Win, Admiral, mycasino und 7melons bieten eine eigene App an. Jackpots.ch zeigt dazu Bewertungen von 4,6 im App Store und 4,5 bei Google Play. Swiss4Win erlaubt in der App die Anmeldung per Face ID oder Touch ID.
Über die App von Swiss4Win laufen laut Anbieter auch Auszahlungen und die Verwaltung aller Ein- und Abhebungen. Die App ist im App Store und bei Google Play kostenlos.
Casino777 geht einen anderen Weg. Das Casino schreibt, eine App sei nicht nötig, weil alle Funktionen im Browser auf Android, iPhone und Tablet laufen. Dazu zählen Spiele, Ein- und Auszahlungen, Aktionen, das Live Casino und die Kontoverwaltung.
Die zehn legalen Anbieter im Kurzprofil

Die Profile nennen, was die Casinos auf ihren eigenen Seiten angeben, Stand Oktober 2026. Bonusbeträge ändern sich; massgebend sind die Bonusbedingungen des jeweiligen Anbieters.
Jackpots.ch
Jackpots.ch gehört zum Grand Casino Baden und ist seit dem 5. Juli 2019 online, als erste Plattform der ESBK-Liste. Das Casino nennt Bonusangebote für die ersten vier Einzahlungen im Gesamtwert von CHF 2’200. Auf Trustpilot kommt es laut eigener Angabe auf 4,3 Sterne.
mycasino
mycasino ist eine Marke der Grand Casino Luzern AG und seit dem 22. August 2019 online. Zum Angebot gehört «Super Cherry», ein Schweizer Spiel, dessen Original-Automat im Grand Casino Luzern steht. Die UID der Betreiberin lautet CHE-108.361.212.
Swiss Casinos
Swiss Casinos betreibt die Casino Zürichsee AG in Pfäffikon SZ, online seit dem 2. September 2019. Als exklusive Angebote nennt das Casino Poker, Slot-Turniere und einen Shop. Der Kundendienst ist rund um die Uhr in vier Sprachen erreichbar, die Hotline 0800 227 466 ist gratis.
Casino777
Casino777 ist eine Marke der Casino Davos AG, online seit dem 9. September 2019. Neue Spieler erhalten laut Anbieter 100 % bis CHF 777 auf die erste Einzahlung und 100 Free Spins. Einen grossen Teil der Spiele können Sie zuerst im Demomodus ausprobieren.
StarVegas
StarVegas gehört der Casino Interlaken AG und ist seit dem 24. Februar 2020 online. Im Angebot stehen Original-Slots von Novomatic wie Book of Ra deluxe, Sizzling Hot deluxe und Lucky Lady’s Charm deluxe. Chat und Telefon sind von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 20 Uhr besetzt.
7melons
Das Grand Casino Bern hat 7melons am 15. September 2020 lanciert, Betreiberin ist die Grand Casino Kursaal Bern AG. Im Angebot stehen Slots, Megaways Slots, Roulette, Blackjack, Baccarat, Poker und ein Live Casino. Bonusangebote gibt es laut Anbieter auch für weitere Einzahlungen.
Pasino
Pasino gehört der Casino du Lac Meyrin SA und ist seit dem 16. November 2020 online. Auf der Startseite wirbt das Casino mit CHF 500 Bonus und 350 Freispielen. Die Plattform läuft laut Fusszeile mit Technik der Gamanza Group.
Swiss4Win
Swiss4Win ist die Online-Marke des Casinò Lugano SA, online seit dem 1. März 2021. Nach der Schliessung von Golden Grand und Gamrfirst ist das Casino deren offizieller Übergangspartner. Wer das Konto innert 10 Tagen verifiziert, erhält bis zu 150 Freispiele ohne Einzahlung.
Admiral
Admiral gehört der Casino Admiral SA und ist seit dem 16. Juli 2025 online, als Plattform des Casino Mendrisio. Das Casino nennt eine Zertifizierung nach ISO 27001 und Novoline-Slots wie Lord of the Ocean. Zum Start bietet es 100 % Einzahlungsbonus und bis zu 500 Freispiele.
Casineo
Casineo ist Teil des Casinò Locarno und seit dem 17. März 2026 online, als jüngste Plattform der Liste. Die Spiele stammen unter anderem von Greentube, Wazdan und Pragmatic. Das Casino trägt laut eigener Angabe das Siegel Care Play für verantwortungsbewusstes Spiel.
Ausführliche Berichte zu den Anbietern finden Sie bei allen Casino Tests. Welche Casinos wir für Spieler in der Schweiz zuerst nennen, steht auf der Seite Online Casino Schweiz.
Häufige Fragen zu legalen Online Casinos in der Schweiz
Sind Online Casinos in der Schweiz legal?
Ja, wenn eine Schweizer Spielbank mit Konzessionserweiterung das Online Casino betreibt. Die ESBK führt im Oktober 2026 zehn solche Plattformen, darunter mycasino, Swiss Casinos und Swiss4Win.
Woran erkenne ich ein legales Online Casino?
Die Adresse steht auf der ESBK-Liste «Online-Spielbanken», und die Fusszeile nennt eine Schweizer Spielbank mit Konzessionsnummer. Ein Konto eröffnet das Casino nur mit Wohnsitz in der Schweiz.
Mache ich mich strafbar, wenn ich in einem Casino ohne Schweizer Lizenz spiele?
Nein, strafbar macht sich der Anbieter. Sie riskieren aber, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen ihn eingezogen werden. Den Schutz des Geldspielgesetzes haben Sie dort nicht.
Sind Gewinne aus legalen Online Casinos steuerfrei?
Bis CHF 1’071’000 pro Gewinn, Stand 2026. Gewinne in Schweizer Casinos vor Ort sind laut ESTV steuerfrei, Gewinne bei ausländischen Anbietern immer steuerpflichtig.
Ab welchem Alter darf ich in der Schweiz online spielen?
Ab 18 Jahren. Das Casino prüft Ihre Identität spätestens einen Monat nach der Eröffnung des Kontos.
Gilt eine Spielsperre auch im Online Casino?
Ja. Sie gilt für alle Spielbankenspiele vor Ort und online sowie für Online-Lotto und Online-Sportwetten, in der Schweiz und in Liechtenstein.
Warum lässt sich eine gesperrte Casino-Seite trotzdem öffnen?
Die ESBK sperrt per DNS. VPN, andere DNS-Server oder Mirror-Sites mit neuer Adresse umgehen das. Eine Schweizer Bewilligung hat die Seite trotzdem nicht.
Wann aktualisiert die ESBK die Sperrliste?
Viermal pro Jahr. Die Internetanbieter setzen neue Sperren innert fünf Tagen nach der Veröffentlichung um.
Wo beschwere ich mich über ein Schweizer Online Casino?
Hinweise auf Verstösse nimmt die ESBK entgegen, mit Datum, Uhrzeit, Screenshots und Benutzername. Sie schlichtet aber keine Streitfälle; Geld fordern Sie über ein Zivilgericht zurück.
Welche Glücksspiele sind in der Schweiz legal?
Alle Geldspiele mit Schweizer Bewilligung: Spielbankenspiele bei konzessionierten Casinos, Lotterien und Sportwetten von Swisslos und Loterie Romande, kleine Pokerturniere mit Bewilligung des Kantons.
Quellen & Stand
ESBK: «Online-Spielbanken» (veröffentlicht am 17. März 2026), «Fragen und Antworten», «Spielsperre», «Sozialschutz», «Nicht bewilligte Online-Spiele» mit der Sperrliste vom 25. August 2026, «Landbasierte Spielbanken», «Konzessionsverfahren», «Geldspielformen», «Sicherer und transparenter Spielbetrieb». ESTV: «Geldspielgewinne und Geldspielgesetz» und Medienmitteilung vom 5. Dezember 2025. Fusszeilen und Startseiten der zehn Casinos sowie die Übergangsseiten von Swiss4Win, abgerufen im Oktober 2026. Stand: Oktober 2026.