Tabelle Blackjack: die Basisstrategie für alle Hände gegen jede Dealerkarte

Hermann Bürgi · Redaktion CasinoButler · Fakten geprüft · Stand: Oktober 2026

Wer nach dieser Tabelle Blackjack spielt, trifft bei jeder Starthand die im Schnitt beste Entscheidung: ziehen, stehen, verdoppeln oder teilen. Sie gilt für 4 bis 8 Decks, einen Dealer, der auf Soft 17 stehen bleibt, und Verdoppeln nach dem Teilen. Alle 280 Felder haben wir für sechs und acht Decks nachgerechnet. Den Vorteil der Bank senkt die Strategie laut Jackpots.ch auf unter 0,5 bis 1 %.

Auf einen Blick

  • Gültig für: 4 bis 8 Decks, Dealer steht auf Soft 17, Verdoppeln nach Split erlaubt
  • Umfang: 280 Felder für harte Hände, Soft Hands und Paare
  • Hausvorteil mit Strategie: unter 0,5 bis 1 % (Jackpots.ch)
  • Versicherung: 6,8 bis 8,7 % Nachteil bei sechs Decks (eigene Rechnung)
  • Kartenzählen: wirkungslos, wenn ein Spiel vor jeder Runde neu mischt
  • Stand: Oktober 2026

Die Basisstrategie im Überblick: harte Hände, Soft Hands, Paare

Komplette Basisstrategie für Blackjack mit harten Händen, Soft Hands und Paaren, 4 bis 8 Decks
Grafik: CasinoButler, 17.10.2026

Die Zeilen zeigen Ihre Hand, die Spalten die offene Karte des Dealers. Die Kürzel entsprechen den Knöpfen am Tisch.

  • H (Hit): ziehen
  • S (Stand): stehen bleiben
  • D (Double): verdoppeln; ist das nicht erlaubt, ziehen
  • Ds: verdoppeln; ist das nicht erlaubt, stehen bleiben
  • P (Split): teilen

Harte Hände

Harte Hände ohne Ass oder mit Ass als 1: Ihre Hand gegen die offene Karte des Dealers
Ihre Hand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Ass
8 oder weniger H H H H H H H H H H
9 H D D D D H H H H H
10 D D D D D D D D H H
11 D D D D D D D D D H
12 H H S S S H H H H H
13 S S S S S H H H H H
14 S S S S S H H H H H
15 S S S S S H H H H H
16 S S S S S H H H H H
17 oder mehr S S S S S S S S S S

Soft Hands mit Ass

Soft Hands: Ass zählt als 11, gegen die offene Karte des Dealers
Ihre Hand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Ass
Ass-2 (Soft 13) H H H D D H H H H H
Ass-3 (Soft 14) H H H D D H H H H H
Ass-4 (Soft 15) H H D D D H H H H H
Ass-5 (Soft 16) H H D D D H H H H H
Ass-6 (Soft 17) H D D D D H H H H H
Ass-7 (Soft 18) S Ds Ds Ds Ds S S H H H
Ass-8 (Soft 19) S S S S S S S S S S
Ass-9 (Soft 20) S S S S S S S S S S

Paare

Paare: zwei Karten gleichen Werts gegen die offene Karte des Dealers
Ihre Hand 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Ass
2-2 P P P P P P H H H H
3-3 P P P P P P H H H H
4-4 H H H P P H H H H H
5-5 D D D D D D D D H H
6-6 P P P P P H H H H H
7-7 P P P P P P H H H H
8-8 P P P P P P P P P P
9-9 P P P P P S P P S S
10-10 S S S S S S S S S S
Ass-Ass P P P P P P P P P P

Grundlage sind 4 bis 8 Decks und ein Dealer, der auf jeder 17 stehen bleibt. Verdoppeln ist auf zwei beliebige Karten und nach dem Teilen erlaubt. Zeigt der Dealer ein Ass oder eine Zehnerkarte, prüft er sofort auf Blackjack. Aufgeben (Surrender) ist in der Tabelle nicht eingerechnet. Für sechs und acht Decks ergibt unsere Rechnung in allen 280 Feldern dieselbe Entscheidung.

So haben wir gerechnet: Für jede Starthand und jede Dealerkarte haben wir den Erwartungswert von Stehen, Ziehen, Verdoppeln und Teilen bestimmt. Dabei zählen nur die Karten, die nach dem Austeilen noch im Schuh liegen. In jedes Feld kommt die Option mit dem höchsten Wert; bei harten Händen sind alle Kartenpaare gewichtet, die diese Summe ergeben.

Nach der Tabelle Blackjack spielen: Zeilen, Spalten, Kürzel

Beispiel zum Lesen der Strategietabelle: Ass-7 gegen eine 4 des Dealers ergibt Ds
Grafik: CasinoButler, 17.10.2026

Bevor Sie ein Feld suchen, wählen Sie den richtigen Block. Die Reihenfolge der Prüfung ist immer dieselbe.

  1. Zwei Karten gleichen Werts? Dann gilt der Block Paare.
  2. Ein Ass, das als 11 zählt? Dann gilt der Block Soft Hands.
  3. Sonst gilt der Block harte Hände.
  4. In der Zeile Ihrer Hand die Spalte der Dealerkarte suchen.

Drei Beispiele: Sie halten 10 und 6, der Dealer zeigt eine 7. Harte 16 gegen 7 heisst ziehen. Mit Ass und 7 gegen eine 4 steht dort «Ds»: verdoppeln, und wo das nicht geht, stehen bleiben. Zwei Achten gegen ein Ass teilen Sie.

Nach der dritten Karte ist Verdoppeln vorbei. Aus «D» wird dann ziehen, aus «Ds» stehen bleiben. Ziehen Sie zu Ass-2 eine 10, haben Sie eine harte 13 und lesen im Block harte Hände weiter.

Merkregeln: die Strategie in vier Blöcken

Merkregeln zur Basisstrategie auf vier Karteikarten: harte Hände, Verdoppeln, Soft Hands, Paare
Grafik: CasinoButler, 17.10.2026

Wer ohne Spickzettel spielen will, lernt die Tabelle in vier Blöcken. Jede Regel ergibt sich direkt aus den Feldern oben.

  1. Harte Hände: ab 17 stehen; 13 bis 16 gegen 2 bis 6 stehen, 12 nur gegen 4 bis 6. Sonst ziehen, ausser Regel 2 sagt verdoppeln.
  2. Verdoppeln: 11 gegen 2 bis 10, 10 gegen 2 bis 9, 9 gegen 3 bis 6.
  3. Soft Hands: Soft 19 und 20 stehen. Soft 18 verdoppelt gegen 3 bis 6, steht gegen 2, 7 und 8 und zieht gegen 9 bis Ass. Soft 13 und 14 verdoppeln gegen 5 und 6, Soft 15 und 16 ab 4, Soft 17 ab 3; sonst ziehen.
  4. Paare: Asse und Achten immer teilen, Zehner und Fünfer nie. 2-2, 3-3 und 7-7 gegen 2 bis 7 teilen, 6-6 gegen 2 bis 6, 4-4 nur gegen 5 und 6, 9-9 gegen 2 bis 9 ausser 7.

Sitzen die Regeln, notieren Sie in 100 Demo-Händen keine Abweichung mehr von der Tabelle.

Warum die Felder so stehen: die Überkauf-Quote des Dealers

Wie oft der Dealer überkauft, nach offener Karte: 42,3 % bei einer 6, 16,7 % beim Ass
Grafik: CasinoButler, 17.10.2026

Die Tabelle folgt einer einfachen Logik. Zeigt der Dealer eine 2 bis 6, überkauft er sich in mehr als einem Drittel der Fälle. Zeigt er eine 7 bis Ass, endet er in 74 bis 83 % der Fälle mit 17 bis 21 Punkten.

Überkauf-Quote des Dealers nach offener Karte (eigene Rechnung: sechs Decks, Dealer steht auf Soft 17; bei 10 und Ass: wenn er keinen Blackjack hat)
Offene Karte des Dealers Dealer überkauft Ihr Plan mit harter 12 bis 16
2 35,4 % 12 ziehen, 13 bis 16 stehen
3 37,4 % 12 ziehen, 13 bis 16 stehen
4 39,6 % stehen
5 41,8 % stehen
6 42,3 % stehen
7 26,2 % ziehen
8 24,4 % ziehen
9 22,9 % ziehen
10 23,0 % ziehen
Ass 16,7 % ziehen

Gegen eine 5 oder 6 überkauft der Dealer am häufigsten. Deshalb verdoppeln Sie dort auch Soft Hands wie Ass-2 und teilen Paare, die Sie gegen eine 9 nie teilen würden. Mit harter 12 gegen 2 oder 3 ziehen Sie trotzdem. Nur eine Zehnerkarte bringt Sie dann über 21. Gegen 2 und 3 überkauft der Dealer mit 35 und 37 % zudem seltener als gegen 4 bis 6.

Abweichende Tischregeln: welche Felder sich ändern

Spielregeln von Multihand Vegas Single Deck Blackjack bei mycasino: ein Deck, Geber zieht bei Soft 17
Screenshot: mycasino.ch, 17.10.2026

Die Tabelle passt nur, wenn die Regeln am Tisch stimmen. Swiss4Win nennt Spiele mit 4, 6 oder 8 Decks und Dealer, die auf Soft 17 stehen oder ziehen. Bei Deutsches Blackjack von Playtech steht der Dealer laut Admiral auf jeder 17, gespielt wird mit acht Decks. Weicht eine Regel ab, ändern sich laut unserer Rechnung die Felder in der folgenden Übersicht.

Abweichende Felder bei anderen Regeln (eigene Rechnung, sechs Decks, sonst wie oben)
Regel am Tisch Was sich in der Tabelle ändert
Dealer zieht auf Soft 17 11 gegen Ass verdoppeln; Ass-7 gegen 2 und Ass-8 gegen 6 verdoppeln, sonst stehen
Kein Verdoppeln nach dem Teilen 2-2 und 3-3 gegen 2 und 3 ziehen, 4-4 nie teilen, 6-6 gegen 2 ziehen
Aufgeben (Surrender) erlaubt harte 16 gegen 9, 10 und Ass sowie harte 15 gegen 10 aufgeben
Keine verdeckte Dealerkarte; bei Dealer-Blackjack gehen auch Verdopplung und Split verloren 11 gegen 10 und Ass ziehen, 8-8 gegen 10 und Ass ziehen, Ass-Ass gegen Ass ziehen
Nur ein Deck 14 Felder anders, etwa 11 gegen Ass und 9 gegen 2 verdoppeln

Varianten wie Free Bet, Power oder Lightning Blackjack ändern mehr als eine Regel. Bei Power Blackjack fehlen laut Evolution alle Neuner und Zehner im Schuh, bei Free Bet Blackjack sind Verdoppeln und Teilen teilweise gratis. Für solche Tische ist diese Tabelle nicht gerechnet.

Eine Auszahlung von 6:5 statt 3:2 ändert dagegen keine Entscheidung, denn ein Blackjack verlangt keine. Sie kostet aber rund 1,4 Prozentpunkte Auszahlungsquote.

Kartenzählen: was es bringt und warum es online kaum hilft

Hi-Lo-Zählsystem beim Blackjack: 2 bis 6 plus eins, 7 bis 9 null, Zehner und Asse minus eins
Grafik: CasinoButler, 17.10.2026

Kartenzählen schätzt, ob im Schuh noch überdurchschnittlich hohe Karten liegen. Jackpots.ch beschreibt eine einfache Methode: Karten von 2 bis 6 zählen +1, 7 bis 9 zählen 0, Zehner und Asse −1. Ein hoher Stand spricht für mehr Zehner und Asse im Rest des Schuhs.

Aussagekräftig wird die Zählung laut Jackpots.ch erst, wenn nur noch wenige Karten übrig sind. Bei acht Decks liegen 416 Karten im Schuh. Am Live-Tisch wird spätestens an der Schnittkarte neu gemischt, und die Zählung beginnt wieder bei null.

Im digitalen Spiel zieht ein Zufallsgenerator die Karten. Mischt das Spiel vor jeder Runde neu, ist jede gezählte Karte danach wertlos. Ob und wann gemischt wird, steht in den Spielregeln. Pragmatic Play beschreibt bei Blackjack X ausdrücklich einen Schuh mit acht Decks, der erst an der Schnittkarte neu gemischt wird.

Verboten ist Zählen nicht, schreibt StarVegas; professionelle Casinos setzen laut StarVegas aber automatische Mischvorrichtungen ein. Jackpots.ch warnt, dass Zählen zu einem Hausverbot führen kann. Für Online-Spieler bringt deshalb die Basisstrategie mehr als jedes Zählsystem.

Häufige Fehler beim Spiel nach Strategie

Fünf typische Fehlentscheidungen beim Blackjack und die richtige Entscheidung laut Tabelle
Grafik: CasinoButler, 17.10.2026

Der teuerste Fehler ist, ganz ohne Tabelle wie der Dealer zu spielen: ziehen bis 17, nie verdoppeln, nie teilen. Unsere Rechnung mit unendlich vielen Decks ergibt dafür einen Nachteil von 5,7 % des Einsatzes, mit Basisstrategie sind es 0,57 %. Die weiteren Fehler betreffen einzelne Felder. Die Beträge zeigen den durchschnittlichen Verlust oder Gewinn pro CHF 10 Einsatz, gerechnet für sechs Decks.

  • Versicherung nehmen: Sie verliert bei sechs Decks 6,8 bis 8,7 % des Versicherungseinsatzes, je nach Ihren eigenen Karten. Even Money bei eigenem Blackjack ist dieselbe Wette.
  • Mit harter 12 gegen 2 stehen bleiben: Stehen kostet CHF 2.96, Ziehen CHF 2.52.
  • Mit Ass-7 gegen 9 stehen bleiben: Stehen kostet CHF 1.83, Ziehen nur CHF 0.99.
  • Zehner teilen: Gegen eine 6 bringt Stehen mit 20 im Schnitt CHF 7.03, Teilen nur CHF 5.67.
  • Mit 11 gegen 10 nicht verdoppeln: Verdoppeln bringt CHF 1.79, Ziehen CHF 1.19.
  • Achten gegen 10 nicht teilen: Teilen kostet CHF 4.83, Ziehen CHF 5.35 und Stehen CHF 5.37.

Ein Fall fühlt sich falsch an und ist trotzdem richtig: harte 16 gegen 10. Ziehen kostet im Schnitt CHF 5.35, Stehen CHF 5.41. Der Unterschied ist klein, aber er spricht für die Karte.

Ein weiterer Fehler betrifft das Budget. Setzen Sie nach einem Verlust höher, ändert das am Hausvorteil nichts: Jede Runde behält ihren eigenen Erwartungswert.

Mit der Tabelle üben: Demo, Simulator, Echtgeld

Training der Basisstrategie im Demo-Modus von First Person Blackjack mit der Tabelle daneben
Grafik: CasinoButler, 17.10.2026

Am schnellsten lernen Sie die Tabelle im Demo-Modus. Jackpots.ch, mycasino und 7melons öffnen digitale Blackjack-Spiele ohne Konto, mit Spielgeld statt Franken. Wie das im Detail geht, zeigt unser Blackjack Simulator mit Demo-Spielen Schweizer Anbieter.

Jackpots.ch hält es selbst für hilfreich, beim Spielen eine Blackjack-Tabelle zur Hand zu haben. Eine Regel gilt online wie am Tisch: Lesen Sie zuerst im Info-Fenster Deckzahl, Soft-17-Regel und Auszahlung nach.

Wo Sie um Franken spielen und welche Varianten die zehn Plattformen mit ESBK-Konzession führen, steht auf der Hauptseite zu Blackjack. Einen Überblick über Roulette, Baccarat und Slots gibt die Seite Casino Spiele.

Häufige Fragen zur Strategietabelle

Darf ich die Tabelle beim Online-Blackjack benutzen?

Ja. Jackpots.ch zeigt auf seiner Strategieseite selbst Tabellen und nennt es hilfreich, sie beim Spielen zur Hand zu haben.

Gilt die Tabelle auch für Live-Blackjack?

Ja, wenn die Regeln passen: 4 bis 8 Decks, Dealer steht auf Soft 17, Verdoppeln nach dem Teilen. Deutsches Blackjack von Playtech erfüllt laut Admiral die ersten beiden Punkte.

Senkt die Basisstrategie den Hausvorteil auf null?

Nein. Laut Jackpots.ch bleibt je nach Variante ein Vorteil der Bank von unter 0,5 bis 1 %. Ganz aufheben lässt er sich mit Strategie nicht.

Was bedeutet Soft 17?

Eine Hand mit 17 Punkten, in der ein Ass als 11 zählt, etwa Ass und 6. Bleibt der Dealer darauf stehen, gilt unsere Tabelle; zieht er, ändern sich drei Felder.

Wann gebe ich auf, wenn Surrender erlaubt ist?

Laut unserer Rechnung mit harter 16 gegen 9, 10 und Ass sowie mit harter 15 gegen 10. Sie erhalten dann den halben Einsatz zurück.

Wie wahrscheinlich ist ein Blackjack?

Bei sechs Decks in 4,75 % der Hände, also etwa einmal in 21 Runden. Die Tabelle braucht dafür keine Zeile, weil ein Blackjack keine Entscheidung verlangt.

Ändert sich die Tabelle an 6:5-Tischen?

Nein, alle 280 Felder bleiben gleich. Der Tisch zahlt aber weniger für einen Blackjack, das kostet rund 1,4 Prozentpunkte Auszahlungsquote.

Quellen & Stand

Eigene Berechnung der Basisstrategie, der Dealer-Quoten und der Erwartungswerte für ein, sechs und acht Decks. Regeln und Strategieseiten von Jackpots.ch, Spielseiten von Admiral, StarVegas und Swiss4Win, Spielbeschreibungen von Evolution und Pragmatic Play. Abgerufen am 17. Oktober 2026. Stand: Oktober 2026.

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